Mein Motto des Jahre 2021: Loslassen

Folgende Themen findest Du in diesem Blogartikel

Da bin ich dabei: Warum ich auch mal das Steuer aus der Hand geben muss

Der Duden sagt, „Loslassen“ bedeutet so viel, wie „etwas nicht mehr festhalten“, zum Beispiel das Steuer. Oder „sich mit etwas nicht mehr beschäftigen“.
Außerdem steht da: „etwas freilassen, sich der Fesseln entledigen, von der Leine lassen“.

Wenn ich „das Steuer aus der Hand geben“ lesen, dann finde ich das erst mal doof. Ich bin eine, die ihr Leben sehr gerne in die Hand nimmt. Ich habe einen starken Willen und kann Dinge sehr gut umsetzen.

Aber letztendlich weiß ich, dass ich im Leben zwar vieles in die Hand nehmen kann, mich aber vor allem auch hingeben muss, wenn ich ein seelenvolles Leben haben will. Und wenn ich „mich meinen Fesseln entledigen“ lesen, oder „von der Leine lassen“, dann muss ich als zugezogene Kölnerin sagen: da bin ich dabei!

Wenn die alte Geschichte stirbt und die neue noch nicht da ist

Nach diesem wilden 2020 dämmert es vermutlich den meisten Menschen, dass wir zu der alten Geschichte, die wir bisher gelebt haben, nicht mehr zurückkehren werden.
Gleichzeitig ist die neue Geschichte noch nicht wirklich da. Wir sind in einer Art Zwischenwelt gelandet. Der Schwellenzeit zwischen zwei Geschichten.

Diese schwangere Schwellenzeit ist wie das Stadium der Verpuppung, in der Transformation von der Raupe zum Schmetterling. Ich frage mich: Wie ist es Dir damit ergangen? Wolltest Du zurück zum Alten? Oder schnell etwas Neues?

Für mich ist in 2020 spannenderweise ein sehr langer Zyklus zu Ende geht. Eine alte Rolle, eine Funktion, die ich sehr geliebt habe, stirbt. Ich habe mir schon in 2020 viel Zeit dafür genommen das auch entsprechend zu würdigen. Es war ein langer Prozess.
Es ging für mich darum auch das „nicht Wissen“ auszuhalten. Nicht direkt weiter zu rennen und neue Projekte aus dem Boden zu stampfen, sondern damit zu beginnen, das Haus aufzuräumen, die Spinnenweben aus den dunklen Ecken der Seele und des Geistes liebevoll wegzuwischen.

Ich bekam den klaren Ruf, eine weitere Visionssuche zu machen. Doch bevor ich das in 2021 umsetzen werde, gilt es noch die alte Geschichte abzuschließen.

Butter bei die Fische: was heißt das denn jetzt

Ganz praktisch heißt das für mich, dass ich in diesem Jahr wieder durch meine Wohnung gehen werde. Alle Schränke öffnen, meine Sachen durchsuche und mir die große Frage stellen werde: gehört das zu meiner alten Geschichte, die jetzt gehen darf, oder nicht?

Ich werde in den Keller und auf den Speicher gehen und mich dort umsehen. Gibt es da etwas, was in den Ecken verstaubt? Was wurde lange nicht angeschaut und genutzt? Dann werde ich entrümpeln.

Und ich werde auch durch meinen Geist gehen und mich fragen: was sind alte Glaubenssätze, die mir nicht mehr nützen?

Wie sieht es in meinen Freundschaften und innerhalb der Familie aus: Welche ungeklärten Themen mit anderen Menschen gibt es noch zu erlösen? Welche Gespräche kann ich noch führen?

Statt Ruhe im Karton - die Luzie geht ab

Dabei erwarte ich nicht, dass alles ganz sanft und geordnet zugehen wird. Veränderung bringt immer Bewegung. Das kennst Du sicher auch: Du hast diese grenzgeniale, neue Idee und erzählst Deinen Lieben davon. Einige finden das großartig und werden Dich unterstützen. Andere rollen mit den Augen und fragen sich, ob Du mal wieder einen Deiner Momente hast.

Seien wir doch mal ehrlich: Veränderung ist auch deshalb so herausfordernd, weil sie nicht nur Dich betrifft, sondern immer Dein gesamtes System. Dieses Loslassen, das Aufgeben von alten Rolle, oder Gewohnheiten bringt alle und alles in Bewegung. Das ist wie bei einem Mobile. Wenn Du Dich bewegst, dann bewegen sich alle mit.

Ich bin in meinem nahen Umfeld mit Menschen gesegnet, die mein inneres Wachstum grundsätzlich unterstützen. Auch wenn einige davon schon mal die Augen rollen, wenn ich wieder einmal mit einer wilden Idee um die Ecke komme. Denn wenn man mal genauer hinschaut, dann bedeutet es: jede meiner Veränderungen stellt auch die Realität meiner Umgebung in Frage. So kann es an der einen oder anderen Stelle schon mal die Luzie abgehen. Veränderungen testen Beziehungen und halten sie lebendig.

Ich bin dann mal weg: warum mich der Berg ruft

Ich habe ein wenig geschwindelt: auch wenn ich „loslassen“ zum Motto des Jahres gemacht habe, arbeite ich ja wie geschrieben schon seit dem letzten Jahr daran. Mein Motto 2020  war allerdings „fearless generosity & radical abdundance“. Dazu steht mehr in meinem Jahresrückblick. Aber das große Loslassen, die Zeremonie, das Übergangsritual in der Natur, das kommt dann tatsächlich erst Mitte des Jahres.

Dieses Mal in den Schweizer Bergen. Entweder an einem Platz, an dem ich vor über 15 Jahren meine erste Visionssuche gemacht habe, oder weiter im Süden.

Ich freue mich schon riesig auf diese Zeit und habe gleichzeitig auch hohe Achtung vor dem Berg, der Natur und allen Kräften, die mich dort oben begleiten und über mich wachen werden.

Was ist Dein Motto des Jahres 2021?

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