Warum beeinflusst der Krieg Dein Leben noch heute?

Als ich mit 20 angefangen habe meine Geschichte aufzuarbeiten und nach einigen Jahren das erste Mal von transgenerationalen Traumata gehört habe, hat es bei mir „klick“ gemacht. Im Krieg werden alle traumatisiert. Die Seele aller Beteiligten (also auch der Kriegskindergeneration) wurde zutiefst erschüttert. Da das kollektive Trauma nicht aufgefangen, oder rituell verarbeitet wurde, entstand eine große, innere Leere. In diese Situation wurden wir Kriegsenkel geboren.

Folgende Themen findest Du in diesem Blogartikel

Im Krieg werden alle traumatisiert

Die transgenerationale Weitergabe von Kriegs-Traumata muss aufhören.

Wenn Deine Eltern Kinder während des zweiten Weltkriegs gewesen sind, dann haben sie vermutlich zahlreiche Kriegstraumatisierungen erlebt. Neben Flucht, Hunger, Kälte, Tote und Verletzte, Vergewaltigungen und mehr, gibt es noch einen anderen Horror des Krieges: keiner ist da, der dem tief erschütterten Selbst einen sicheren Raum für die Integration des Erlebten gibt.

Wenn die Seele erschütttert wird

Bei einem Trauma wird die Seele zutiefst erschüttert und das Selbst radikal verändert

Dermaßen traumatisiert, sind Deine Eltern in eine andere Realität gefallen. Ihr Selbst wurde radikal verändert. Erlebt jemand ein Trauma, dann entsteht das Gefühl, dass nichts jemals wieder so sein wird, wie es einmal gewesen ist. Deine Eltern konnten – innerlich und oftmals kriegsbedingt auch äußerlich – nicht mehr in ihr altes Leben zurückkehren. Etwas in ihnen hatte sich radikal verändert. Ihre Seele der meisten Kriegskinder wurde zutiefst erschüttert.

Bei einem Trauma wird die Seele so stark erschüttert, dass sie an einen sicheren Platz flieht. Eine große innere Leere macht sich breit. Viele sprechen von einem Seelenverlust.

Deine Eltern und die große, innere Leere

Mögen wir bei allen unseren Entscheidungen die nachkommende Generation im Auge behalten.

Traumata können aufgefangen und verarbeitet werden, wenn sie gehalten werden und wenn man dann dem Erlebten z.B. rituell einen Sinn gibt und sie so in einen größeren Zusammenhang stellt.  Das radikal veränderte Selbst bekommt hier einen neuen Platz.

Diese Art Rituale gibt es zum Beispiel bei einigen indigenen Tribes aus Nordamerika, immer dann, wenn die Männer aus dem Krieg kamen. Sie wussten, dass traumatisierte Menschen sich nackt und schutzlos fühlen. Übergangsrituale oder Schwitzhütten wurden für diese Menschen gehalten, damit ihre Seele wieder zurück kommt und ihr verändertes Selbst nun einen neuen Platz in der Gemeinschaft bekommt.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es bei uns keine derartigen Rituale. Außerdem waren ja alle, Großeltern, Eltern und Kinder – kollektiv traumatisiert (ganz abgesehen davon, welchen Grauen die Menschen in Deutschland selber verursacht haben).

Wie mit der Leere umgehen?

Traumata sind Ursachen für Süchte

Wenn ein Trauma nicht sinnvoll verarbeitet werden kann, dann zieht sich die Seele also von der Welt zurück. Aber ohne die Seelenverbindung zum Leben fühlt sich alles leer an. Im Untergrund entsteht ein wahnsinniger Hunger: nach gehalten werden, Wärme und Nähe. Aber das ist der Seele zu gefährlich. Ein häufiger Ausweg aus diesem inneren Dilemma: Allerlei Süchte beruhigen oberflächlich und legen ein Pflaster auf die tief eiternde Wunde. Doch der Schmerz geht so natürlich nicht weg.

Du als Kriegsenkelin: welche Folgen hatte das für Dich?

Alles was nicht aufgearbeitet wird, wird weiter gegeben.

Mit diesen unverarbeiteten Traumata im Gepäck, hat die Kriegskinder Generation dann irgendwann selbst Kinder bekommen: uns Kriegsenkel.  Und all die unverarbeiteten Traumata hatten natürlich Auswirkungen auf uns. Wie umgehen mit zum Beispiel süchtigen Eltern, oder Eltern die einfach die Rollen umkehren und sich von ihren Kindern beeltern lassen? Wie als Kind Kontakt bekommen zu einem Menschen, dessen Seele sich zurückgezogen hat und der sich so auch nicht einfühlen kann? Wie umgehen mit dem Satz: „Stell Dich nicht so an, wir hatten es doch viel schwerer als Du?“ Wie viel von unserer Seele wurde dadurch traumatisiert?

Und jetzt?

In meiner ARbeit mit den Kriegsenkel-Seelenreisen stelle och mir die Frage, wie wir diese Teufelskreise der Weitergabe von Traumata durchbrechen können. Denn traumatisierte Menschen, traumatisieren Menschen. Was mir selbst am besten geholfen hat, biete ich nun für andere an: ich begleite Kriegsenkelinnen mit modernen Übergangsritualen in der Natur dabei ihre vererbten Muster endlich gehen zu lassen, damit sie befreit ihre eigene Geschichte schreiben können.

Wenn Du mehr darüber willst, was ein Übergangsritual ist, dann empfehle ich Dir diesen Blogartikel.

In 2021 begleite ich eine Gruppe von acht Frauen mit meinem Programm „Finde Deine Seelenperle“ dabei, alte Muster endlich gehen zu lassen, um befreit ihre eigene Geschichte zu schreiben. Wenn Du mehr darüber erfahren willst, dann lass Dich am besten auf die Warteliste zu meiner nächsten gratis Infoveranstaltung setzen. Du erfährst dann als erste die Termine für das nächste Jahr.

Teile diesen Beitrag:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on linkedin
LinkedIn

Verfasse einen Kommentar und diskutiere mit

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
2 Kommentare
Älteste
Neuste Meisten Bewertungen
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
E-Mail-Liste

Jede Woche neu! Der Peace with your Past Letter

Trage Dich in meine Mailingliste ein und erhalte wöchentlich spannende Interviews, Tipps und Angebote per E-Mail.
Ich hasse Spam! Darum schicke ich auch keinen. Sei Dir sicher, dass Du Dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden kannst.

Ähnliche Beiträge

Bin ich eine Kriegsenkelin?

Die ultimative Checkliste
jetzt gratis herunterladen.

Bin ich eine Kriegsenkelin?

Die ultimative Checkliste jetzt gratis herunterladen.